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Mitglieder im Mühlenverein MV - Westmecklenburg

Öffnungszeiten bestimmter Mühlen, feststehende Termine

Stove
April bis Mitte Oktober
10 - 16 Uhr Di bis So; Sa erst ab 14 Uhr
November bis März nach tel. Absprache
Schleifmühle Schwerin
April bis November
10.00 Uhr bis 17.00 täglich, außerhalb der Saison auf Anmeldung

Kummer

Die Turmholländerwindmühle wurde in den 1870er Jahren gebaut. 1883 kaufte sie Fritz Höppner als wandernder Müllergeselle. Bis heute ist die Mühle im Besitz der Familie.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ein Dampfsägewerk mit dem Mühlenbetrieb verbunden. Der Müller schuf sich mit dem Holzhandel ein zweites Standbein.

Mühle Kummer

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Windnutzung zugunsten eines Elektroantriebs endgültig aufgegeben. Einem umfassenden Umbau 1948 fielen die Bruststücke des Flügelkreuzes und die Königswelle zum Opfer. Trotz modernster Mahltechnik erhielt die private Mühle in den 1950er Jahren kein Mahlkontingent und mußte den Betrieb einstellen. Um 1960 wurde die Mahleinrichtung verkauft und die Mühle als Mischfutterwerk der LPG bis 1988 betrieben. Der gemauerte Turm diente danach dem Sägewerk als Lager. Im Jahr 2005 konnte die Windmühle als Wahrzeichen des kleinen Ortes Kummer mit neuen Flügeln wieder komplettiert werden.

Ansprechpartner
Fritz Höppner
Mühlenberg 10, 19288 Kummer
Telefon: 03851 20307

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Rüting

Die Wassermühle Rüting liegt an der Stepenitz, die hier zu einem Mühlenteich angestaut wurde. Der Standort läßt sich mindestens seit der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg nachweisen. Um 1750 waren Wohn- und Mühlenhaus 'von Eichenfachwerk mit Mauersteintafeln und unter Strohdach'. Zur Mühle mit zwei Gängen ('Sicht-Mühle' und 'Rogken-Mühle') gehörten auch eine Graupen- und eine Ölmühle.

Im Januar und Februar 1806 wurden Grundwerk und Freischleuse neu gebaut. Das Mühlenhaus ist “ein auf herrschaftliche Kosten ganz neu repariertes und durchgebautes Gebäude, ist 65 Fuß lang und 50 Fuß breit, ist rundherum in Tafeln mit Mauersteinen gemauert." Die erneuerte Mühle hat 3 Gänge und einen Ölgang. Alle Gänge werden von eigenen unterschlächtigen Wasserrädern in getrennten Wasserrinnen angetrieben.

Mühle Rüting

Nachdem im Februar 1877 mehrere Grundbalken der Mahlarche brachen und Mahlarche und Gerinne teilweise eingestürzt sind, mußte der Mahlbetrieb eingestellt werden. Nach Repararturen und Erneuerungen arbeitete die Mühle wieder bis 1963. Der zweigeschossige Fachwerkbau des 19. Jahrhunderts mit Teilen der Mühlentechnik und einer inzwischen eingebauten einzigartigen Turbine blieben auch danach erhalten. Heute befinden sich in dem Gebäude Wohnungen.

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Schleifmühle Schwerin

Am Ort der Schweriner Schleifmühle wurde 1705 eine Lohmühle gebaut. Nach der Zerstörung durch Hochwasser 1708 und dem folgenden Bankrott stand sie bis 1718 still. Die folgende Graupenmühle stellte 1737 ihren Betrieb ein. 1747 wurde das Mühlengebäude neu gebaut und die Mühlentechnik komplettiert.

Schleifmühle Schwerin

Ihre bekannte Nutzung begann mit dem Einbau einer kleinen Steinschleifwerkstatt in der zunächst Schreibtischutensilien, Dominosteine und Materialien für Einlegearbeiten hergestellt wurden. 1755 erfolgte der endgültige Umbau zur Schleifmühle.
Die Mühle arbeitete zwischen 1842 und 1857 fast ausschließlich für den Neubau des Schlosses. In ihrer Blütezeit wurden Tischplatten, Wandverkleidungen und Fenstergesimse meist aus einheimischen Steinen für das Schloß und die Kapelle des Domes sowie Gehwegplatten für den Großen Moor hergestellt. Nach der Fertigstellung des Schlosses reduzierte sich der Bedarf. 1862 wurde die Mühle zur Einrichtung einer Wollspinnerei verpachtet und 1904 wegen Baufälligkeit geschlossen.

Schleifmühle Schwerin

Die Steinsäge und die anderen Maschinen werden von einem unterschlächtigen Wasserrad mit einem Durchmesser von 4,50 m angetrieben.
Mit Hilfe der Steinsäge werden die Steine, in der Mehrzahl Granite, getrennt. Die Sägeblätter im beweglichen oberen Teil der Steinsäge, dem Sägewagen, bestehen aus glattem, ungezahnten Bandeisen.
Mit Wasser wird Quarzsand als Schleifmittel zwischen Stein und Eisenblätter gespült. Der Sand schmirgelt den Schlitz in den Stein.

Trägerschaft
Stadtgeschichts- und Museumsverein Schwerin
Ansprechpartner
Jörg Moll
Schleifmühlenweg 1, 19061 Schwerin
Telefon: 0385 56 27 51
wwww
www.schleifmuehle-schwerin.de

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Stove

Windmühle Stove

Das produzierende technische Denkmal gilt als Wahrzeichen der Salzhaffregion. Während der Saison kann man beim Schaumahlen dabei sein oder das gut erhaltene Mühleninnere besichtigen.
Die mit Holzschindeln gedeckte Mühle ist insgesamt 15 m hoch. Der Durchmesser der Windrose beträgt 3,5 m, der des Flügelkreuzes aus Stahlprofilen 22 m. An den 2,3 m breiten Flügeln befinden sich je 56 Jalousieklappen. Bei Windstärke 4-5 beträgt die Leistung 25 PS bzw. etwa 18 kW. Der Elektromotor, unter dem Fußboden eingebaut, hat eine Leistung von 12 kW. Von den ursprünglich vorhandenen zwei Gängen ist nur noch der Schrotgang erhalten. Der Mahlgang zur Herstellung von Feinmehl wurde vor Jahrzehnten durch Walzenstühle abgelöst. Die Mühle könnte eine Tonne Getreide je Arbeitsschicht verarbeiten.

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Vellahn

Bereits im Jahre 1279 wurde eine dem Kloster Zarrentin gehörende Mühle bei "Vilan" erwähnt. Vielleicht war es die spätere Bruchmühle. Diese wurde 1610 erstmals als solche erwähnt, brannte im Dreißigjährigen Krieg ab und wurde danach wieder aufgebaut.

Sein heutiges Erscheinungsbild erhielt das mit Ziegelmauerwerk ausgefachte Fachwerkgebäude in der Zeit um 1840. Eine Turbine ersetzte 1880 das oberschlächtige Wasserrad, später folgten Dieselmotor und Elektroantrieb. Die Mühlentechnik wurde im Laufe der Betriebszeit entsprechend der Erfordernisse und ihres Verschleißes erneuert. Neben den Mahlgängen mit den großen Mühlsteinen stehen Walzenstühle.

Mühle Vellahn

Am Anfang der 1970er Jahre stellte die Mühle ihren Betrieb ein, doch blieb die Einrichtung der früheren Kornmühle vollständig erhalten.
Nachdem die Mühle zehn Jahre nicht betrieben wurde, ist sie seit 1984 zu einer "Kulturmühle" mit einem ganz besonderen Innenleben umgewandelt worden. Auf einem Areal von ca. 16 Hektar entsteht eine Kunst-Weiden-Landschaft.

Ansprechpartner
Volkmar Kurkhaus
19273 Brahlstorf

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Wittenburg

Die Holländerwndmühle wurde 1890 aus Schwerin nach Wittenburg umgesetzt. 1946/1947 wurde sie wieder instand gesetzt und konnte 1947 den Betrieb mit Windkraft erneut aufnehmen. 1948 erhielt sie einen Kraftstromanschluß, wodurch die Feinmüllerei und zum Teil die Schroterei elektrifiziert wurden. Bis 1955 wurde mit Wind und elektrischer Energie gearbeitet, dann hatte ein Sturmschaden das Ende der Arbeit mit Windkraft zur Folge. Nach der Umstellung der Schroterei wurde diese ausschließlich mit elektrischer Kraft betrieben.

Mühle Wittenburg

1971 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt. Ein Kreistagsbeschluß zur Erhaltung der Mühle, die Bildung der Arbeitsgruppe Mühlenmuseum 1977 und der Ankauf der Mühle durch den Kreis von ihrem letzten Besitzer sicherten ihren Erhalt. 1979 konnte das Mühlenmuseum der Stadt Wittenburg mit der sanierten Mühle als erstem Objekt des Museums eröffnet werden.
Erneute Rekonstruktionsarbeiten begannen 1996. Am 20.6.2001 erhielt die über 100jährige Mühle wieder ihren Kopf. Holzteile und die Windrose waren erneuert worden. Auch die Flügel wurden wieder angebaut.
Die sanierte Windmühle ist 15 m hoch. Der Durchmesser der Windrose beträgt 3,80 m, der Durchmesser des Flügelkreuzes 22,30 m, das Gewicht des Flügelkreuzes 5 t und das Gewicht des Mühlenkopfes 25 t. Möglich sind 12-14 Umdrehungen pro Minute. Auf dem Mühlenkopf befinden sich 5000 Schindeln, auf dem Rumpf sogar 18000. Optimal würde die Mühle bei Windstärke 3 bis 5 arbeiten.

Trägerschaft
Förderkreis Mühle Wittenburg e.V.
Ansprechpartner
Norbert Fenske
Harster Chaussee 6, 19243 Wittenburg

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